Die Werkself steht vor einer richtungsweisenden Trainersuche, die die Zukunft des Clubs über Jahre hinweg beeinflussen könnte.
Der sympathische und am Ende erfolglose Finne Sami Hyypiä wurde bekanntermassen nach dem Abrutschen auf Platz fünf der Tabelle von seinen Aufgaben als Cheftrainer bei Bayer Leverkusen entbunden und der eils berufene Sascha Lewandowski soll diesen Job auch nur bis zum Saisonende ausfüllen und sich danach wieder um die Jugendkoordination beim Werksclub kümmern.
Somit muss sich die Bayerelf im Sommer einen neuen Trainer suchen und es wird schon reichlich über potentielle Aspiranten spekuliert. Zum einen wird der Erfolgstrainer von Augsburg Weinzierl immer wieder genannt, aber zum anderen befinden sich auch Namen wie Thomas Schaaf oder Armin Veh in der Gerüchteküche.
Gegen Weinzierl würde sprechen, dass er erst vor 1,5 Jahren kurz vor dem Rauswurf bei Augsburg stand. Zwar hat er seitdem, genauso wie sein Team, eine tolle Entwicklung genommen, aber trotzdem verfügt er noch nicht über genug Erfahrung um einen Bundesligaspitzenclub wie Leverkusen zu trainieren. In der Zukunft ist das keineswegs ausgeschlossen, aber aktuell würde das für beide Seiten ein gewisses Risiko darstellen.
Die Kollegen Schaaf und Veh gelten beide als erfolgreiche Experten, welche sogar auch jeweils schon die Meisterschaft gewinnen konnten. Schaaf ist dies mit seinem Hausverein Bremen geglückt und es wäre fraglich, ob er bei einem anderen Verein genauso erfolgreich sein kann.
Armin Veh ist 2007 mit Stuttgart Meister geworden und hat seitdem aber eher durch Unbeständigkeit in den Leistungen seiner Mannschaften geglänzt. Erst zuletzt mit Frankfurt hatte er eine erfolgreichere Zeit mit dem Bundesligaufstieg und der anschliessenden Qualifikation für die Europa League, aber auch bei ihm würden Zweifel bestehen, ob er tatsächlich dauerhaft mit einem Team wie Leverkusen erfolgreich sein könnte.
Generell wäre es für den aktuellen Tabellenfünften wahrscheinlich am besten einen erfahrenen Trainer mit internationalem Renommee zu verpflichten, welcher mit dieser hochinteressanten Mischung aus grossen Talenten wie Brandt und Can, und gestandenen Bundesligaspielern wie Kiessling und Bender Erfolg haben könnte.
Vor kurzem hatten sie einen solchen Trainer noch mit Jupp Heynckes, welcher mit seiner Erfahrung sehr stark an der positiven Entwicklung der jungen Talente beteiligt war. Aktuell gäbe es wieder einen Trainer mit exakt demselben Profil wie Heynckes, der auch quasi um die Ecke am Niederrhein wohnt, nämlich besagter Heynckes selbst.
Es ist zwar fraglich, ob der ehemalige Bayerncoach nach dem Triplesieg nochmal eine sportlich schwächer einzuschätzende Mannschaft trainieren würde, aber fragen könnte man ihn ja. Immerhin ist ihm sein Abgang von Leverkusen damals wahrlich nicht leicht gefallen und vielleicht liesse er sich ja nochmal für die spannende Aufgabe bei Bayer begeistern; zumindest solange bis sich eine tatsächlich langfristige Lösung aufdrängt.
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