„Wann holst du mich nach Dortmund?“, fragte Zlatan Ibrahimovic gestern Jürgen Klopp.
Extravagant und von sich selbst überzeugt, aber das muss vielleicht jeder Fußballspieler sein, der zur Weltspitze gehört.
Doch der schwedische Nationalspieler Zlatan Ibrahimovic ist anders. Ibrahimovic, Stürmer vom französischen Meister Paris Saint-Germain, sagte im November letzten Jahres, bestimmt schon in Gedanken daran, dass er nicht vor Franck Ribery, Lionel Messi und Cristiano Ronaldo berücksichtigt wird, voller ehrlicher Arroganz:
Über den Ballon d‘Or „denke ich nicht nach, das ist nicht wichtig für mich. […] Ich muss diese Trophäe nicht gewinnen, um zu wissen, dass ich der Beste bin.“
Das diese Auszeichnung nicht wichtig ist, oder vielleicht im Besten Fall nur ein netter Nebeneffekt ist, da ist sich Ibrahimovic mit vielen anderen Trainern einer Meinung.
Doch Ibrahimovic hatte mit seiner Aussage nicht die Intention den Mannschaftsgeist des Sports hervorzuheben, sondern viel mehr sich gottgleich über die Auszeichnung und alle Nominierten zu heben.
Ibrahimovic gilt zu Recht als einer der besten Fußballspieler der Welt, sicher aber auch als einer der arrogantesten, der es versteht sich mit seinen präsentierten Charakterzügen selbst zu vermarkten.
Trotzdem kommen manchmal Eigenschaften an die Öffentlichkeit, die nicht so recht in das Bild des reichen und pöbelnden Fußballers passen. Bei der gestrigen Ballon d’Or Preisverleihung in Zürich wurde eine kurzes Gespräch von Klopp und Ibrahimovic eingefangen, bei dem sich der Stürmer von PSG von seiner netten und lustigen Seite zeigte.
„Wann holst du mich nach Dortmund?“, fragt Ibrahimovic den Trainer von Borussia Dortmund. Klopp antwortet mit einem Lachen: „Dann muss ich vorher erst die ganze Mannschaft verkaufen,“ was noch nicht einmal übertrieben ist, bei einem Marktwert von 30 Millionen Euro und einem Jahresgehalt von über 14 Millionen Euro.
„Nein, ich komme umsonst,“ sagt Ibrahimovic. „Wenn du willst, ruf mich an,“ entgegnet Klopp.
Nach den Sprüchen, die Dortmund-Fans und eigentlich die gesamte Bundesliga freuen sollte, wird es etwas ernster. Der schwedische Nationalspieler fragt den BVB-Trainer mit ehrlichem Respekt: „Wie geht es dir? Ich freue mich sehr, dich zu sehen. Ich freue mich, deine Mannschaft zu sehen.“
Die auf den ersten Blick so unwichtigen Gesprächfetzen zeigen, wie respektiert Jürgen Klopp und Borussia Dortmund geworden sind.
Oder siehst Du das anders?
image: © prettyfriendship
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