Erstaunliche Effizienz bei dieser WM

Fifa World Cup Brazil

Die hohe Anzahl der bisher geschossenen Tore liegt auch an den effizienten Stürmern. Probleme haben somit vor allem Mannschaften, bei denen ein solcher fehlt.

In den ersten 14 Partien bei dieser Weltmeisterschaft wurden bereits 48 Tore erzielt, was einem Schnitt von 3,43 Treffern pro Spiel entspricht. Eine sensationelle Quote, welche seit der WM 1958 in Schweden nicht mehr erreicht wurde.

Die Gründe hierfür sind vielfältiger Natur. Zum einen gehen die Mannschaften defensiv nicht immer so konsequent zu Werke wie es eigentlich bei einem Turnier dieser Qualität geboten wäre, aber zum anderen zeigen sich die Angreifer der Teams auch erstaunlich abschlussstark.

Die bisherigen Spiele haben bewiesen, dass viele Teams aufgrund ihrer Offensivqualität kaum Chancen brauchen um Treffer zu erzielen. Beste Beispiele hierfür sind die Franzosen mit ihrem herausragenden Stürmer Karim Benzema, sowie die holländische Tormaschine um Robben und van Persie und natürlich auch der müllernde Angriff der Deutschen.

Aber selbst die kleineren Teams sind in diesem Turnier mit sehr guten Stürmern gesegnet. Zu nennen wären da vor allem das beeindruckende Sturmjuwel Joel Campbell aus Costa Rica, welcher den Charruas aus Uruguay fast alleine das Steak ordentlich versalzen hat, sowie die erfolgreich abstaubenden Oribe Peralta von Mexiko und Teofilo Rodriguez aus Kolumbien, welche sich beide intern gegen namhafte Konkurrenz aus europäischen Vereinen durchgesetzt haben.

Auf der anderen Seite verdeutlichten besonders die aufopferungsvoll kämpfenden Ghanaer welche negative Folgen das Fehlen eines Knipsers im Sturmzentrum haben kann. Der ausgelassene Chancenwucher endete bekanntermassen mit einer 1:2-Niederlage gegen die deutlich effizienteren US-Amerikaner.

Es heisst immer dass eine gute Offensive einzelne Spiele, aber eine gute Defensive letztendlich das Turnier gewinnt. Vielleicht wird diese Regel auch bei dieser Weltmeisterschaft wieder bestätigt, aber eventuell kommt es auch zu einer neuen Erkenntnis.

Bis jetzt zeigt dieses Turnier nämlich, dass ein effizienter Stürmer am Ende den Ausschlag zugunsten eines Teams gibt. Der schnörkellose Abschluss scheint also gerade das stundenlange Vorbereiten von Chancen zu ersetzen.

Rein das Ding statt Tiki Taka – für die Attraktivität der Spiele ist das mit Sicherheit kein Nachteil.

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