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Analyse der WM-Teilnehmer: Brasilien

Neymar Brazil

Die Selecao startet als grosser Favorit ins Turnier. Wie hoch stehen die Chancen, dass sie dieser Rolle tatsächlich gerecht wird?

Trainer

Der 65-jährige Luis Felipe Scolari hat als Nationaltrainer schon einige Erfolge vorzuweisen. Mit der brasilianischen Nationalmannschaft gewann er 2002 die Weltmeisterschaft in Südkorea und Japan, und Portugal führte er bei der Europameisterschaft 2004 zu einem zweiten und bei der Weltmeisterschaft 2006 zu einem vierten Platz. Auf seiner Erfahrung beruhen die brasilianischen Titelhoffnungen.

Stärken

Das Team ist mit Stars aus internationalen Topligen nur so gespickt. Herausragend ist dabei das Mittelfeld mit den Premier-League-Spielern Fernandinho, Oscar, Paulinho, Ramires und Willian, welche alle in der Lage sind dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Der tatsächliche Superstar ist aber der Stürmer Neymar, welcher normalerweise für den FC Barcelona spielt. Der erst 22-jährige hat die brasilianische Liga vor seinem Wechsel nach Spanien mit tollen Toren und Tricks bereichert und soll dies auch während der WM tun.

Schwächen

Viele tragende Säulen der Nationalmannschaft wie Oscar oder Paulinho waren in ihren Vereinen nicht immer Stammspieler und hatten deshalb keinen optimalen Spielrhythmus. Dazu kommt noch, dass auch Superstar Neymar in Barcelona eine sehr durchwachsene Premierensaison hatte und sich aktuell nicht unbedingt in Bestform befindet.

Das grösste Problem dürfte jedoch auf der Torhüterposition bestehen. Das ist der einzige Mannschaftsteil wo der fünfmalige Weltmeister nicht über hochkarätige Spieler aus internationalen Topligen verfügt, sondern stattdessen auf zwei Torhüter aus der heimischen Liga und einen von Toronto aus der MLS vertraut.

Prognose

Die brasilianische Nationalmannschaft ist sehr jung und verfügt nur noch über fünf Spieler, die bereits bei der WM vor vier Jahren dabei waren. Es ist fraglich, ob diese junge Mannschaft den immensen Erwartungen ihrer Landsleute schon gewachsen ist. Diese mangelnde Erfahrung gepaart mit der Formschwäche einiger zentraler Akteure könnte dazu führen, dass es am Ende doch nicht ganz für den Titel reicht. Daher ist es nicht unwahrscheinlich, dass die brasilianischen Titelträume spätestens im Halbfinale zerplatzen.

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