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Analyse der WM-Teilnehmer: Schweiz

Swiss National Team 2012

Für die Eidgenossen kommt es in Gruppe E zum Kräftemessen mit Frankreich, Ekuador und Honduras. Zumindest auf dem Papier eine machbare Gruppe.

Trainer

Der erfolgreichste Mann bei den Schweizern steht an der Seitenlinie. Der mittlerweile 65-jährige Ottmar Hitzfeld ist einer der erfolgreichsten deutschen Trainer aller Zeiten. Mit Dortmund und Bayern gewann er insgesamt sieben deutsche Meisterschaften, fünf Mal den DFB-Pokal und zwei Mal die Champions League. Nachdem er bereits seinen Abschied aus dem Fussballgeschäft angekündigt hat, wird diese Weltmeisterschaft sein letztes grosses Turnier sein. Mal schauen ob diese Tatsache seiner Mannschaft einen Extramotivationsschub geben wird.

Stärken

Das Team ist sehr homogen und hat keine herrausragenden Einzelkönner. Am ehesten dürften diese Rolle noch Bayerns Shaqiri und der kürzlich zu Leverkusen gewechselte Newcomer Drmic für sich beanspruchen. Im Mittlefeld haben die Eidgenossen eine eingespielte Reihe mit den Neapelspielern Inler, Behrami und Dzemaili und im Tor wird es auf Benaglio von Wolfsburg ankommen. Da die Schweiz in ihren zehn Qualifikationsspielen nur sechs Gegentreffer bekommen hat, wäre es wohl nicht übertrieben sie als defensivstark zu bezeichnen.

Schwächen

Obwohl das Team sehr gut besetzt ist, haben sie bei internationalen Turnieren noch nicht für Aufsehen gesorgt. Es hängt den Schweizern ein wenig der Ruf an, dass sie in entscheidenden Momenten versagen und oftmals nicht dem nervlichen Druck standhalten können. Beim WM-Turnier vor vier Jahren schieden sie bereits in der Vorrunde aus, nachdem sie noch im Auftaktspiel den späteren Weltmeister Spanien besiegten, aber danach gegen die vermeintlich leichteren Gegner aus Chile und Honduras nicht nachlegen konnten. Legendär ist auch das Achtelfinalaus bei der Weltmeisterschaft 2006 als man gegen die Ukraine im Elfmeterschiessen keinen einzigen Versuch verwerten konnte.

Prognose

Die Schwyz hat definitiv die Qualität um zumindest das Achtelfinale zu erreichen, aber eine Selbstverständlichkeit wird das auch nicht. Die beiden lateinamerikanischen Vertreter werden mit den extremen klimatischen Bedingungen besser zurecht kommen und Frankreich sollte dieses Mal im Vergleich zur letzten Weltmeisterschaft auch formverbessert auftreten. Wahrscheinlich wird man sich also mit Ekuador um den zweiten Gruppenplatz streiten.

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