Analyse der WM-Teilnehmer: Ecuador

Ecuador fan with baby

Die Südamerikaner müssen sich in ihrer Gruppe gegen die Schweiz, Frankreich und Honduras behaupten. Es wäre keine Überraschung wenn sie ins Achtelfinale einziehen sollte.

Trainer

Der 57-jährige Reinaldo Rueda betreut mit Ecuador als Nationaltrainer nun schon das dritte Land, da er davor für die Länderauswahlen Kolumbiens und Honduras’ zuständig war. Der gebürige Kolumbianer hat seinen Trainerschein an der Sporthochschule in Köln gemacht und spricht deshalb auch fliessend deutsch. Nachdem er 2010 Honduras zum ersten Mal seit 1982 zu einer Weltmeisterschaft geführt hatte, wurde ihm aus Dankbarkeit die honduranische Staatsbürgerschaft verliehen.

Stärken

In der Südamerikaqualifikationsgruppe war Ecuador wahrscheinlich die homogenste und physisch stärkste Mannschaft. Obwohl andere Länder wie Uruguay oder Peru bekanntere Fussballer in ihren Reihen haben, schaffte es das kleine Ecuador sich in der Abschlusstabelle vor ihnen zu positionieren. Die Mannschaft spielt sehr diszipliniert und hat nach Argentinien und Kolumbien die drittwenigsten Gegentore in der Qualifikationsgruppe bekommen.

Schwächen

Vergangenes Jahr ist der Torjäger der Mannschaft, Chucho Benitez, überraschend an Herzversagen verstorben, was die Mannschaft verständlicherweise stark mitgenommen hat. Seine menschlichen und sportlichen Qualitäten stehen der Nationalmannschaft Ecuadors somit nicht mehr zur Verfügung. Die grösste Schwäche dürfte darin bestehen, dass sich das Team mit dem Toreschiessen sehr schwer tut und bisher aus sportlicher Sicht kein adäquater Nachfolger für Benitez in Sicht ist.

Prognose

Ecuador wird sich wahrscheinlich mit der Schweiz einen Zweikampf um den zweiten Gruppenplatz liefern. Die Schweiz hat zwar die besseren Einzelspieler, aber Ecuador dürfte im physischen und athletischen Bereich Vorteile haben, was bei den extremen Wetterbedingunge in Brasilien sicherlich kein Nachteil sein wird.

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