Fünf Erkenntnisse nach dem deutschen Kantersieg gegen Armenien

Germany at Euro 2012

Die Generalprobe ist zwar geglückt, aber es bleiben trotzdem noch einige Fragen offen.

1. Lahm gibt Hoffnung

Zumindest ein Rekonvaleszent scheint bis zum Turnierbeginn einigermassen in Form zu kommen. Der Kapitän der DFB-Elf spielte in der ersten Halbzeit erstaunlich gut nach seiner Verletzungspause und machte im defensiven Mittelfeld einen deutlich agileren Eindruck als die ebenfalls lange verletzten Khedira und Schweinsteiger. Es zeichnet sich ab, dass Lahm diese WM wohl auf der Sechserposition spielen wird.

2. Reus Verletzung nimmt Hoffnung

Der beste deutsche Fussballspieler der vergangenen Saison verletzte sich kurz vor der Halbzeit und noch ist nicht klar, ob er bei der WM tatsächlich auflaufen kann. Selbst wenn es gegen Armenien auch ohne ihn gereicht hat, wäre sein Ausfall ein herber Rückschlag für die Titelhoffnungen der DFB-Elf. Besonders gegen defensivstärkere Teams wäre seine Dynamik und sein Zug zum Tor Gold wert.

 

3. Um den Sturm muss man sich nicht sorgen

Egal ob falsche oder echte Neun, ob hängende Spitze oder spitzende Hänge – im Angriff ist die DFB-Elf bestens aufgestellt. Nachdem Müller gegen Kamerun seine Torgefahr auf der Mittelstürmerposition nachgewiesen hat, haben nun auch Klose und Götze gezeigt, dass man sich problemlos auf sie verlassen kann. Somit sind alle Diskussionen über vermeintliche Sturmbesetzungen unnötig, da man dort so oder so bestens aufgestellt sein wird.

4. Englandlegionäre überzeugen

Sowohl Schürrle als auch Podolski haben gezeigt, dass sie jederzeit Torgefahr ausstrahlen können und Podolski hat sich im Spiel gegen Armenien sogar als Vorbereiter hervorgetan. Es sieht so aus als ob beide Akteure aufgrund ihrer guten Leistungen in der Premier League mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein nach Brasilien fliegen werden. Selbst Özil zeigte sich im Vergleich zu den vorherigen Spielen deutlich formverbessert, so dass mit dem Englandlegionärstrio immer grössere Hoffnungen für diese Weltmeisterschaft verbunden werden.

5. Optimismus ja, Euphorie nein

Das 6:1 gegen Armenien war zwar ein Schritt in die richtige Richtung und gibt nach dem dürftigen Unentschieden gegen Kamerun mehr Hoffnung für das WM-Turnier, aber zur Euphorie besteht dennoch kein Anlass. Armenien ist nicht gerade eine Fussballgrossmacht und ausserdem stand es bis zur 72. Spielminute noch 1:1. Danach ist den Osteuropäern ein bisschen die Kraft ausgegangen, weshalb dieses hohe Ergebnis letztlich zustande kam. Trotzdem warten bei der WM ganz andere Kaliber auf die Nationalmannschaft, so dass man diesen erfolgreichen Test jetzt nicht überbewerten sollte.

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