Analyse der WM-Teilnehmer: England

Three Lions Wembley

Selten waren die Erwartungen an ein positives Turnierabschneiden der Three Lions so gering wie in diesem Jahr. Dabei hat sich im Mutterland des Fussballs zuletzt Erstaunliches getan.

Trainer

Als der 66-jährige Roy Hodgson vor zwei Jahren die englische Nationalmannschaft übernahm, traute ihm kaum jemand die dringend benötigte Verjüngung des Teams zu. Mittlerweile hat der polyglotte Hodgson, welcher ausser Englisch noch fliessend Norwegisch, Schwedisch, Deutsch und Italienisch spricht, genau dies geschafft und fährt mit dem jüngsten englischen Team seit langem zu einem WM-Turnier. Seine Erfahrung ist dabei Gold wert, da er in der Vergangenheit neben etlichen Vereinsmannschaften bereits die Nationalmannschaften von der Schweiz, Finnland und den Vereinigten Arabischen Emiraten betreut hat.

Stärken

Die Mannschaft hat viele vielversprechende Talente wie Shaw (18), Barkley (20) oder Sterling (19) und ist mittlerweile viel dynamischer als ihre Vorgängerteams. Das Paradestück ist dabei wahrscheinlich der Sturm mit dem ewigen Rooney und vor allem Daniel Sturridge von Liverpool, welcher in der letzten Spielzeit beeindruckende 22 Tore in der Premier League erzielt hat.

Schwächen

Hier muss einem traditionell sofort die Torhüterposition einfallen, aber selbst dort finden sich mittlerweile nicht nur Fliegenfänger. Joe Hart von Manchester City hat mit ein paar Ausnahmen eine solide Saison beim englischen Meister gespielt. Das grösste Manko könnte die Unerfahrenheit einiger wichtiger Spieler sein, so dass die WM für diese englische Mannschaft wahrscheinlich ein bisschen zu früh kommt. In der Zukunft sollte aber stark mit ihnen zu rechnen sein.

Prognose

In der Hammergruppe mit Italien, Uruguay und dem Aussenseiter aus Costa Rica wird es für die Three Lions ganz schwer werden sich für das Achtelfinale zu qualifizieren. Wahrscheinlich wird die mangelnde Erfahrung und Cleverness knapp den Ausschlag zu Gunsten der beiden anderen Hochkarräter in der Gruppe geben. Sollte allerdings das erste Spiel gegen Italien nicht verloren werden, dann hätte die junge englische Mannschaft gute Chancen wider Erwarten das Achtelfinale zu erreichen. Viel weiter dürfte es für die Briten diesmal allerdings noch nicht gehen.

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