Schaaf und Bruchhagen – da wird so schnell keine Hektik in Frankfurt aufkommen

Eintracht Frankfurt

Der Eintracht ist mit der Verpflichtung von Thomas Schaaf als neuem Trainer ein echter Coup gelungen. Aus konzeptueller Sicht hätte es keinen geeigneteren Trainer geben können.

Der langjährige Bremer Erfolgscoach Schaaf kehrt also in die Bundesliga zurück und hat einen Zweijahresvertrag bei Eintracht Frankfurt unterschrieben. Somit kommt zusammen was sehr gut zusammen passen könnte.

Schaaf gilt als der wahrscheinlich unemotionalste unter allen Bundesligatrainern und wird sich sicherlich auch bei seinem neuen Verein nicht verdächtig machen unüberlegte Entscheidungen zu treffen.

Genau diese Eigenschaft braucht die Eintracht auch jetzt, da sie vor einer zukunftsweisenden Saison steht. Der Erfolgstrainer Armin Veh, welcher den Verein aus der 2. Liga bis in die Europa League geführt hatte, ist Richtung Stuttgart weitergezogen und auch die starke Mittelfeldachse aus Sebastian Rohde und Pirmin Schwegler hat sich mittlerweile der Bundesligakonkurrenz angeschlossen.

Die Frankfurter müssen also jetzt beweisen, dass sie nach einer schwächeren Spielzeit nicht sofort alle Leistungsträger ziehen lassen müssen, sondern sich stattdessen mittelfristig nach oben orientieren können.

Der kurzfristige Erfolg mit einer gewagten Einkaufspolitik ist unter dem ebenfalls unaufgeregten Präsidenten Bruchhagen sowieso nicht zu machen, so dass der Könogsweg für die Frankfurter darin besteht sich Schritt für Schritt langsam weiterzuentwickeln, um dann in ein paar Jahren regelmässig um die Qualifikation für das international Geschäft mitzuspielen.

Thomas Schaaf hat in seiner 14-jährigen Amtszeit bei Werder Bremen bewiesen, dass er genau der richtige Mann dafür sein kann. Mit den Norddeutschen ist er sogar deutscher Meister und Pokalsieger geworden, wobei wahrscheinlich niemand in Frankfurt Ähnliches von ihm erwarten würde.

Diese relative druckfreie Arbeitssituation gemeinsam mit der Geduld und Ausdauer des gebürtigen Mannheimers könnte das Erfolgsrezept für die kommenden Jahre in Frankfurt sein. Von daher sollte man den Vereinsverantwortlichen erstmal zu dieser Entscheidung gratulieren.

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