Saisonbilanz Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt

Die Hessen haben sich zwar endgültig in der Bundesliga etabliert, aber taten sich auch schwer mit der Doppelbelastung aus Europa League und Bundesliga.

Das lief gut

Besonders in der Europa League machte Frankfurt als einziger deutscher Vertreter eine gute Figur. Zuerst setzte man sich in der Gruppenphase als Erster durch und danach scheiterte man nur äusserst unglücklich am grossen FC Porto, welcher davor in der Champions League gespielt hatte. Wenn die Mannschaft diesen Einsatz und diese Leidenschaft auch regelmässig in der Bundeslige gezeigt hätte, dann wäre sie jetzt wahrscheinlich wieder für das international Geschäft qualifiziert.

Trotzdem konnte die Eintracht die kurzzeitige Abstiegsgefahr nach dem Ende der Doppelbelastung durch eine Reihe zahlreicher guter Resultate wieder bannen, so dass am Ende ein solider dreizehnter Tabellenplatz zu Buche stand. Frankfurt hat in dieser Saison also bewiesen, dass sie durchaus die Qualität haben um dauerhaft der Bundesliga anzugehören.

Das war weniger überzeugend

Der Kader war nicht breit genug um alle drei bis vier Tage ein erfolgreiches Spiel zu bestreiten. Zusätzlich konnten einige Spieler wie Aigner oder Inui nicht das hohe Niveau der Vorsaison halten. Der verletzungsbedingte Ausfall von der Klubikone Alex Meier machte sich darüberhinaus genauso stark bemerkbar wie die Abhängigkeit vom spanischen Torjäger Joselu.

Obwohl die Mannschaft ein gewisses Potential hat, wurde diese Spielzeit deutlich, dass der herausragende sechste Platz vom Vorjahr wahrscheinlich nur ein Ausreisser nach oben war. Besonders im Angriff müssen sich die Hessen zukünftig deutlich steigern, da in dieser Spielzeit nur die Absteiger aus Braunschweig und Nürnberg weniger Treffer erzielt haben als die Frankfurter.

So könnte es zukünftig aussehen

Aktuell gibt es sehr viele Baustellen im Kader. Der Erfolgstrainer Armin Veh hat den Verein Richtung Stuttgart verassen und auch die beiden Leistungsträger Rohde und Schwegler haben bereits ihren Abschied zur Bundesligakonkurrenz verkündet. Es wird viel davon abhängen, ob der Manager Hübner bei der Suche nach einem neuen Übungsleiter und Spielerverstärkungen auch diesmal wieder ein so gutes Näschen beweist wie in den zurückliegenden drei Jahren. Sofern der Eintracht dies gelingen sollte, wäre ein solider Mittelfeldplatz in der nächsten Saison durchaus realistisch.

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