Saisonbilanz VfB Stuttgart

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In Rekordzeit haben die Schwaben nach einer sehr schwachen Saison wieder eine positive Stimmung im Verein erzeugen können. Der ehemalige Meistertrainer Veh hat als erste Neuverpflichtung daran natürlich einen grossen Anteil.

Das lief gut

Der Saisonstart war fast schon traditionell schlecht, aber diesmal wurde dem Trainer Bruno Labbadia nicht die Möglichkeit gegeben diesen selbst zu korrigieren. Stattdessen inthronisierte man im Schwabenland den eigenen Nachwuchscoach Thomas Schneider als hauptverantwortlichen Übungsleiter und rief damit gleich eine Rückkehr zum einst so erfolgreichen Jugendstil aus. Tatsächlich drängten sich diese Spielzeit auch etliche Jugendspieler für die erste Mannschaft auf, wie zum Beispiel der Innenverteidiger Antonio Rüdiger oder das erst 18-jährige Sturmjuwel Timo Werner.

Als in der zweiten Saisonhälfte sich die negativen Ergebnisse häuften und der unerfahrene Trainer Schneider deswegen seinen Hut nehmen musste, haben die Stuttgarter im Gegensatz zu ihren Konkurrenten im Abstiegskampf aus Hamburg und Nürnberg mit Huub Stevens den richtigen Retter verpflichtet und dürfen deswegen jetzt für die nächste Bundesligasaison planen.

Das war weniger überzeugend

Die verjüngte Mannschaft und der Trainer Schneider hatten einen famosen Start und es schien bald so, als ob der ehemalige Jugendtrainer genau der richtige Mann an der Seitenlinie wäre. Als allerdings in der Rückrunde sich Niederlage an Niederlage reihte und der Verein zwischenzeitlich sogar auf dem 17. Tabellenplatz stand, entliess man Schneider und setzte dafür den erfahrenen Stevens als Feuerwehrmann ein.

Stuttgarts Manager Bobic ist es nie gelungen seinen unerfahrenen Trainer aus der Schusslinie zu nehmen und mit mehr Überzeugung auf die Langfristigkeit der Trainerentscheidung hinzuweisen. Aufgrund der schwachen Konkurrenz im Abstiegskampf hätten die Schwaben eventuell auch mit diesem Trainer den Klassenerhalt schaffen und dann den Jugendstil konsequent in der nächsten Spielzeit fortsetzen können. Es ist schade zu sehen, wie so ein talentierter junger Trainer mit grosser Perspektive in kürzester Zeit verbrannt wurde. Vielleicht hätte man ihm Stevens als Trainer zur Seite stellen können anstatt ihn zu entlassen. Auf diesem Wege hätte Thomas Schneider dann bis zur kommenden Spielzeit als erneut Alleinverantwortlicher einiges vom erfahrenen holländischen Coach lernen können.

So könnte es zukünftig aussehen

Mit Armin Veh wurde der Stuttgarter Meistertrainer von 2007 bereits als neuer Übungsleiter vorgestellt und an ihn werden im Schwabenland jetzt viele Erwartungen geknüpft. Der Sparkurs soll laut dem Vereinspräsident erstmal ein Ende haben, so dass Veh seine aktuelle Mannschaft noch auf einigen Positionen verstärken kann. Gemeinsam mit dem Fundament aus erfahrenen Bundesligaspielern und jungen Talenten könnte dadurch eine gute Mischung beim VfB entstehen. Wenn der Sommer jetzt für einige echte Neuverstärkungen genutzt wird und Bobic dabei ein besseres Näschen beweist als zuletzt, dann sollte Stuttgart in der nächsten Saison eigentlich nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben.

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