Fünf Lehren die man aus Bayerns Niederlage gegen Real Madrid ziehen kann

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Diese Erkenntnisse werden nach dem Champions-League-Halbfinale zwischen Bayern München und Real Madrid hängen bleiben.

1. Schnelligkeit schlägt Ballbesitz

Real Madrid, Dortmund und auch Athletico Madrid haben in dieser Champions-League-Saison gezeigt, dass Angriffe möglichst schnell vorgetragen werden sollten, wenn man sich von ihnen einen Torerfolg erhofft. Die Bayern haben zwar wie immer die Kontrolle über den Ball gehabt, aber diesen viel zu langsam zwischen den Reihen bewegt. Heutzutage sind allerdings die Topmannschaften taktisch so gut geschult, dass sie alle eine intelligente Raumverteidigung praktizieren können. Die Suche nach der Lücke durch eine endlose Ballstafette vor dem gegnerischen Strafraum wurde dadurch als kaum brauchbares Angriffskonzept entlarvt.

 

2.Ronaldo tut sich schwer auf dem Rasen Sympathiepunkte zu sammeln

Wenn man gesehen hat, wie übertrieben der portugiesische Stürmer von Real seinen 15. Saisontreffer in der Champions League gefeiert hat, dann war es schwer sich darüber mit ihm zu freuen. Anstatt den dritten Mannschaftstreffer in diesem Spiel zu bejubeln, hat er recht einfallsreich versucht mit ihm allen zur Verfügung stehenden Fingern die Zahl 15 anzuzeigen. Das war mit Sicherheit nicht die Geste eines Teamplayers, sondern eines Spielers, dem sein persönlicher Erfolg sehr, sehr wichtig ist. Er ist zweifelsohne einer der besten Fussballer, aber durch solche Aktionen wird er auch weiterhin kaum sympathischer rüberkommen.

 

1. Javi Martinez hätte mehr Spielzeit verdient gehabt

Der Spanier war schon in der Vorsaison unter Heynckes einer der besten Spieler und als Stabilisator im defensiven Mittelfeld unersetzlich. Erstaunlicherweise scheint Guardiola diese Ansicht nicht zu teilen, da er ihn meistens auf der Bank liess. Vorgestern zeigte Martinez in der zweiten Halbzeit eindrucksvoll, warum das eine Fehleinschätzung gewesen sein mag. Er gewann fast jeden Zweikampf und verlieh dem bis dahin defensiv sehr schwachen Bayernmittelfeld endlich die dringend benötigte Sicherheit.

2. Bayern muss Standardsituationen üben

Bekanntermassen zählt ein Tor nach einer langen Passkombination nicht mehr als ein profaner Kopfballtreffer nach einem Eckball. Die Bayern hatten in beiden Spielen 24 Eckbälle und es ist dabei nicht eine einzige gefährliche Situation entstanden. Gerade in so engen Partien sind es aber oftmals die ruhenden Bälle, die den Unterschied ausmachen. Nachdem Bayerns Angriffsspiel schon nicht gefährlich weil zu statisch war, hätte man umso mehr effektivere Standardsituationen gebraucht.

3. Bayerns Fans waren erstklassig

Der Anhang des deutschen Meisters hat während des ganzen Spiels hinter dem Team gestanden und dieses trotz des deutlichen Rückstandes immer weiter nach vorne gepeitscht. Oftmals wird Bayerns Publikum ja als verwöhnt bezeichnet, aber dieses Mal hätte man wahrscheinlich auch in Dortmund oder Liverpool keine bessere Stimmung gehabt. Die Mannschaft sollte sich an diese Unterstützung gut erinnern und nächste Spielzeit auch wieder alles dafür tun, um diesen Liebesbeweis mit Leistung zu erwidern.

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