Gladbach wird zum Sammelbecken für ambitionierte Bundesligaspieler von Durchschnittsmannschaften

Borussia-Park exterior - Borussia Monchengladbach

Viel Perspektive aber kaum internationale Erfahrung. Wie erfolgsversprechend ist Gladbachs Transferweg?

Für wenig Geld hat der aktuell Tabellensechste bereits Fabian Johnson von Hoffenheim, Andre Hahn von Augsburg und jetzt ibrahima Traore aus Stuttgart verpflichtet. Alle zweifelsfrei talentierte Spieler, die bei ihren bisherigen Vereinen Leistungsträger waren. Allerdings handelt es sich dabei auch um Mannschaften, welche normalerweise nicht in europäischen Wettbewerben beschäftigt sind.

Eine Ausnahme mag dabei der ebenfalls bereits verpflichtete Torhüter Yann Sommer bilden, welcher sich mit dem Schweizer Meister Basel schon einige Meriten in der Champions League und in der Europa League erworben hat.

Borussia Mönchengladbach hat sich unter seinem Schweizer Trainer Favre innerhalb der letzten drei Jahre von einem Abstiegskandidaten zu einem ernsthaften Aspiranten um die Champions-League-Plätze entwickelt. Dabei haben sie es sogar geschafft die abgeworbenen Leistungsträger Dante und Reus zu ersetzen.

Nun wáre der nächste Schritt logisch, in dem man versuchen würde die Lücke zu Mannschaften wie Leverkusen und Wolfsburg zu schliessen. Die ersten drei der Tabelle - Bayern, Dortmund und Schalke – scheinen dagegen aktuell der Konkurrenz zu weit entrückt zu sein.

Die Strategie dabei auf etablierte und hungrige Bundesligaspieler zu setzen, scheint auf jeden Fall nicht die schlechteste zu sein. Das positive Beispiel Max Kruses, welcher vor der Saison von Freiburg verpflichtet und in dieser Spielzeit bei Gladbach prompt zum Leistungstráger wurde, könnte fúr die nun neuverpflichteten Spieler Vorbildcharakter haben.

Gladbach scheint durch diese Einkaufspolitik aktuell erfolgreich eine Nische zu bestzen, nämlich ähnlich wie Bayern und Dortmund einen Grossteil seiner Spieler innerhalb der Bundesliga zu verpflichten, nur eben zwei Nummern kleiner als es die beiden Branchenführer praktizieren.

Der Vorteil dieser Strategie ist, dass die Neuen die Liga bereits gut kennen und deswegen wahrscheinlich keine lange Eingewöhnungszeit brauchen. Man darf gespannt sein wie erfolgreich die Fohlen mit ihren Neuzugängen in der nächsten Spielzeit tatsächlich sein werden.

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