Dortmunds Superwoche täuscht nicht darüber hinweg, dass sie keine überragende Saison spielen

Borussia Dortmund

In nur 10 Tagen schafft es der deutsche Vizemeister eine durchschnittliche Spielzeit positiv zu färben.

Jürgen Klopp war wahrscheinlich selbst davon überrascht wie schnell sich die ganze Stimmung umgeschlagen hat. Vor knapp zwei Wochen setzte es für seine Dortmunder eine verdiente 0:3-Klatsche im Champions-League-Viertelfinalhinspiel gegen Real Madrid und keine zwei Wochen später soll jetzt ausgerechnet der ärgste Rivale Reals, nämlich der FC Barcelona, an einer Verpflichtung des Dortmunder Trainers interessiert sein.

Zugegebenermassen lagen zwischen diesen beiden Ereignissen zwei herausragende Siege des BVB im Champions-League-Rückspiele gegen Real Madrid und dann beim bereits feststehenden deutschen Meister in München. Niemand wird die Qualität der Mannschaft und die überzeugende Art und Weise dieser beiden deutlichen Siege in Frage stellen.

Trotzdem muss man am Ende auch festhalten, dass diese beiden Erfolge in den jeweiligen Wettbewerben letztlich wertlos waren. In der Champions League ist man aufgrund des schlechten Resultats im Hinspiel gegen Real Madrid ausgeschieden und in der Bundesligatabelle liegt man immer noch geschlagene 17 Punkte hinter dem bereits feststehenden Meister aus München.

Die Superwoche des BVB mag vielleicht gezeigt haben, dass man theoretisch in allen Wettbewerben mit allen Mannschaften mithalten kann. Trotzdem besagt die bisherige Saisonbilanz, dass man dies praktisch eben nicht getan hat. Zwar kann man immer noch den DFB-Pokal gewinnen, aber die beiden Hauptzüge in dieser Saison sind für die Dortmunder einfach schon mal abgefahren.

Zukünftig würde ein gesundes Mittelmass bei der Bewertung des Geleisteten sicher nicht schaden. Dortmunds Saison war nicht so schlecht wie es noch nach dem Hinspiel gegen Real hiess als darauf hingewiesen wurde, dass der Kader nicht breit genug sei um mit den besten Mannschaften Europas mithalten zu können. Auf der anderen Seite ist jetzt aber auch keine Supersaison nur weil man zwei Topmannschaften innerhalb einer Woche schlagen konnte. Diese Leistungen konnte man eben im bisherigen Saisonverlauf nicht regelmässig genug abrufen.

Nichtsdestotrotz dürfte es die Anhänger des BVB beruhigen, dass die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Mannschaft nachweisbar nachwievor gegeben ist und wenn diese Erkenntnis dabei helfen mag, Schlüsselspieler wie Reus oder Gündogan über das Saisonende hinaus zu halten, dann hatten diese zwei Siege über den Imagegewinn hinaus ja doch noch einen realen Wert.

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