Guardiolas harter Lernprozess

Pep Guardiola

Im Laufe der Saison hat der Bayerntrainer angefangen die Bundesliga zu unterschätzen. Ein Fehler der sich jetzt bitter rächt.

Immerhin hat er den Fehler ja mittlerweile selbst eingesehen. Pep Guardiola hat nach der 0:3-Niederlage gegen Dortmund zugegeben, dass es ein Fehler war die Bundesligasaison offiziell für beendet zu erklären, obwohl es noch sieben Spile zu bestreiten waren. Die Folge ist, dass die Bayern in den letzten drei Bundesligapartien zwei Niederlagen und ein Remis geholt haben. Eine Sttistik die her an finstere Zeiten unter Klinsmann als an Bayerns neuen Dominanzfussball erinnern.

Es ist Guardiolas erste Saison in Deutschland und somit mag man ihm das ein oder andere nachsehen. Er und seine Bayern haben über Monate hinweg die Bundesliga dominiert wie keine andere Mannschaft vor ihnen. Nach so einer langen Konzentrationsphase kann es natürlich passieren, dass dann mit der Gewissheit des Triumphes ein wenig die Luft draussen ist.

Trotzdem darf das nicht in dieser Regelmässigkeit passieren. Ein oder zwei Ausrutscher hätte man den Bayern nach dieser Spielzeit sicher nachgesehen, aber zu Hause vom ärgsten Rivalen derart vorgeführt zu werden, ist nicht nur für den Anhang des deutschen Meisters schwer verdaulich.

Man kann davon ausgehen, dass der spanische Erfolgstrainer daran arbeiten wird, dass solche Dinge möglichst bald abgestellt werden und in der nächsten Saison erst gar nicht mehr vorfallen. In der spanischen Liga mag das ja funktionieren, dass man als eines der zwei, oder diese Saison drei, Topteams nach einem feststehenden Titelgewinn alle verbleibenden Spiele mit angezogener Handbremse bestreitet und wegen des grossen Leistungsgefälles dort dann trotzdem gewinnt. In der Bundesliga geht das offensichtlich nicht und Guardiola hat seine Lektion jetzt sicher gelernt.

Das Gute am Fussball ist ja, dass man sich sehr schnell wieder rehabilitieren kann und die nächste Woche mit den zwei DFB-Pokalhalbfinalspielen wird zeigen, ob sich Bayern und Dortmund im Mai wieder begegnen werden, allerdings diesmal auf Wettkampfsebene. Falls der deutsche Rekordmeister dann siegreich wäre, hätte sein spanischer Trainer wieder viel an Reputation zurückgewonnen.

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