Fünf Erkenntnisse nach Dortmunds Sieg gegen Real Madrid

Borussia Dortmund stadium, fans sign

Nicht nur das Ergebnis hätten im vornherein nur die wenigsten prophezeit, sondern auch andere Aspekte dieses Spiels waren durchaus überraschend.

Der BVB hat das hochfavorisierte Real Madrid an den Rand des Ausscheidens aus der Champions League gebracht. Dies sind die fünf erstaunlichen Erkenntnisse dieses Abends:

5. Dortmund kann auch Power-Play spielen

Anders kann man den Verlauf der zweiten Halbzeit nicht beschreiben. Real kam kaum aus seiner eigenen Hälfte raus und wurde von den Schwarzgelben geradezu eingeschnürt. Bis jetzt galt der BVB ja gemeinhin als eine der besten Kontermannschaften Europas, aber gestern haben sie bewiesen, dass sie auch das Spiel der geduldigen Ballzirkulation auf höchstem Niveau beherrschen.

4. Der zweite Anzug sitzt besser als gedacht

Gemeinhin wird als grösster Unterschied zwischen den Bayern und Dortmund gern darauf verwiesen, dass der aktuelle deutsche Meister einen breiteren Kader hat und somit verletzungsbedingte Ausfaelle besser kompensieren kann. Das mag zwar so stimmen, aber Dortmund hat gestern gezeigt, dass gewisse Akteure besser sind als ihr Ruf. So haben Spieler wie Friedrich, Jojic, Durm oder Kirch bewiesen, dass sie durchaus auf höchstem Niveau mithalten können, so dass man sich fragt, warum sie im Laufe der Saison bisher nicht öfter zum Einsatz gekommen sind.

3. Es gibt aktuell nicht viele offensive Mittelfeldspieler die besser sind als Reus

Falls es sie denn überhaupt gibt. Was der ehemalige Gladbacher gestern abgeliefert hat, kann man ohne Verwendung des Begriffs Weltklasse nicht beschreiben. Wendig, trickreich, torgefährlich, immer anspielbar und dazu noch mit einem perfekten Auge für die Mitspieler. Man kann nur hoffen, dass wenigstens dieser Profi Dortmund noch möglichst lange erhalten bleibt. Auch in der Nationalmannschaft sollte er mit solchen Leistungen bei der WM gesetzt sein.

2. Klopp hat gestern ein genauso gutes Bild abgegeben wie seine Mannschaft

Natürlich war er wieder mit Leidenschaft bei der Sache, aber diesmal ist er gegenüber den Schiedsrichtern nicht auffällig geworden. Nach Spielschluss war er ein fairer Verlierer, der sofort den gegnerischen Spielern gratuliert hat und auch in den Interviews danach blieb er erstaunlich ruhig. Allerdings wurden ihm diesmal auch keine seltsamen Fragen gestellt.

1. Wenn alle verletzten Spieler wieder fit sind gehört Dortmund zu den vier besten Mannschaften Europas

Man möchte sich gar nicht ausmalen was in diesen Spielen gegen Real möglich gewesen waere wenn der BVB in Bestbesetzung aufgelaufen wäre. Wenn man für nächste Saison einen adäquaten Ersatz für Lewandowski findet und die verletzten Spieler wie Gündogan, Sahin, Subotic, Bender, etc. wieder alle zurückkommen, dann darf in Dortmund wieder von nationalen und internationalen Titeln geträumt werden.

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