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Falls Nürnberg diese Saison nicht absteigen sollte, dann liegt das vor allem an einem Spieler

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Der Schweizer Stürmer Josip Drmic errinert manche im Frankenland an den jungen Mintal, aber wird er dort auch so lange bleiben wie einst der Slowake?

Der Club hat die passende Antwort auf das 2:5-Debakel vom letzten Wochenende gegeben und im Sechs-Punkte-Spiel mit dem VfB Stuttgart einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf besiegt. Bei diesem 2:0-Sieg erzielte einmal mehr der erst 21-jährige Stürmer Drmic beide Treffer und bringt es in dieser Spielzeit damit schon auf beeindruckende 15 Saisontore.

Nicht schlecht für jemanden der gerade einmal seine erste Bundesligasaison bestreitet und im Vorjahr noch für den FC Zürich in der ersten Schweizer Liga auf Torejagd gegangen ist. Anpassungsprobleme scheint dieser junge Angreifer also nicht zu kennen und das macht ihn für andere Vereine sicher nur noch attraktiver.

Man muss kein Prophet sein um Drmic eine grosse Karriere vorauszusagen und bedauerlicherweise für alle Nürnbergfans wird er diese vermutlich nicht mehr lange im Frankenland stattfinden. Gerüchteweise sollen bereits Bayer Leverkusen und der FC Arsenal an der Nürnberger Lebensversicherung im Abstiegskampf interessiert sein. Beide Vereine wären sicherlich interessante Optionen und der nächste logische Schritt in seiner Entwicklung. Ein Engagement beim BVB oder einem anderen grossen Verein in Europa käme wahrscheinlich noch ein bisschen zu früh für ihn.

Falls ihn bis dahin noch kein Verein verpflichten sollte, dann könnte er ja noch im Sommer bei der Fussballweltmeisterschaft mit der Schweizer Nationalmannschaft auf sich aufmerksam machen. Dass sich sein Torriecher nämlich nicht nur auf den Verein beschränkt hat er gleich in seinem ersten Länderspiel mit einem Doppelpack gegen Kroatien gezeigt. Dort wiederum dürfte man sich doppelt geärgert haben, da Drmic aufgrund seiner Wurzeln auch für die kroatische Nationalmannschaft spielberechtigt gewesen wäre. Allerdings ist dem Balkanland diesmal kein Coup wie mit dem Exschalker Rakitic gelungen, welcher sich als gebürtiger Schweizer einst für die kroatische Nationalmannschaft entschieden hatte.

Drmic hat in dieser Frage aber der Auswahl seines Geburtslandes die Treue gehalten, was im Frankenland vielleicht als kleiner Hoffnungsschimmer gewertet werden darf, dass er auch seinem Verein ein bisschen länger treu ist und man ihn zumindest noch eine Spielzeit lang im Nürnbergtrikot sehen kann.

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