Sollte der Pep beim Jupp Motivationsunterricht nehmen?

Pep Guardiola

Der aktuelle Bayerntrainer verrät, dass er wegen der Champions-League-Niederlage gegen Chelsea damals bei Barcelona aufgehört hat

Pep Guardiola hat in einem in einem Interview beim Audi Annual Report eine interessante Einsicht über seine Zeit bei Barcelona gegeben. Er sagte, dass der Grund warum er 2012 bei Barcelona aufgehört hat, Motivationsproblme nach der Niederlage gegen Chelseas im Champions-League-Halbfinale gewesen seien. “Wir waren unserem Gegner weit überlegen, kassierten im Rückspiel ein unnötiges Tor und waren plötzlich draußen. Es war für mich eine sehr harte Niederlage. Ich hatte das Gefühl, meine Mannschaft nicht mehr zu erreichen.”

Heisst das, dass er heute eventuell immer noch Barcelonas Trainer wäre, wenn Ramires damals nicht das tolle Auswärtstor für Chelsea geschossen hätte? Wahrscheinlich nicht, da er in jenem Jahr auch nicht die spanische Meisterschaft gewonnen hat und offensichtlich nicht mehr so erfolgreich war wie die drei Jahre davor.

Offensichtlich war es auch seine persönliche Motivation, die seine Entscheidung von damals beeinflusst hat. Manchester Uniteds Trainerlegende Ferguson war das perfekte Beispiel für jemanden, der auch nach einer schlechten Saison sich und seine Mannschaft wieder aufs Neue motivieren konnte. Es scheint so, als ob Guardiola einfach dachte, dass seine Zeit bei Barcelona vorbei war und es nicht in Betracht gezogen hat ein neues Team aufzubauen um an vergangene Erfolge anzuknüpfen.

Bayern findet diese Aussagen ihres spanischen Trainers sicherlich interessant, weil sie ja eigentlich eine längere Ära mit Guardiola planen. Da sie jetzt wissen, dass schon ein verlorenes Champions-League-Halbfinale Motivationsprobleme bei ihm und seiner Mannschaft auslösen kann, werden sie darüber nachdenken, wie sie ein ähnliches Szenario bei sich vermeiden können.

Vielleicht ist das der Grund warum sie permanent ihren erstklassigen Spielerkader verändern und neue Spieler wie Götze oder Lewandowski verpflichten. Auf diesem Wege versuchen sie erst gar keine Sättigung bei den Spielern aufkommen zu lassen, da die neuen Spieler ja die gleichen Ziele erreichen möchten, wie es die Mannschaft vor ihnen bereits geschafft hat. Fussball ist ein schnelllebiges Geschäft und das Team, das sich zu lange auf seinen Erfolgen ausruht, wird früher oder später von anderen hungrigeren Mannschaft vom Platz an der Sonne verdrängt.

Also ist vielleicht die beste Lösung um Guardiolas Motivation aufrecht zu erhalten einfach keine entscheidenden Champions-League-Spiele zu verlieren, aber die Bayern sind wahrscheinlich nicht die Einzigen mit dieser brillianten Idee.

Vielleicht sollte Guardiola einfach mal mit seinem Vorgänger bei Bayern sprechen um zu lernen, wie man au seiner entscheidenden Champions-League-Niederlage sogar noch zusätzliche Motivation ziehen kann. Bayern landete unter Heynckes 2012 in drei Wettbewerben auf dem zweiten Platz, inklusive des unglücklich verlorenen Champions-League-Finales in ihrem eigenen Stadion. Nur ein Jahr später haben sie dann das Triple gewonnen; mit demselben Trainer wohlgemerkt.

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