Kein Witz: Region in Deutschland möchte eigene Nationalmannschaft gründen

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Sie haben schon ihr erstes Freundschaftsspiel organisiert.

Franken ist eine Region im Herzen Deutschlands und gehört offiziell zum Bundesstaat Bayern. Dort leben ca. vier Millionen Menschen, von denen allein 500.000 auf die grösste Stadt Nürnberg entfallen. Ihr Fussballclub 1. FC Nürnberg ist aktuell auf dem 14. Platz der Bundesligatabelle. Die meisten Leute in der Region unterstützen entweder dieses Team oder ihren Erzrivalen Greuther Fürth, welcher derzeit auf dem zweiten Platz der Tabelle der 2. Bundesliga rangiert und damit beste Aussichten hat nächstes Jahr in der höchsten deutschen Spielklasse vertreten zu sein.

Die Vergangenheit war sogar noch glorreicher, da diese beiden Mannschaften in den 1920er Jahren sieben Deutsche Meisterschaften gewonnen haben und 1924 in einem Freundschaftsspiel gegen die Niederlande ausnahmslos alle elf Spieler gestellt haben. Für ein Spiel kamen also alle deutschen Nationalspieler aus Franken.

Es gibt einen Mann, der die Vergangenheit nicht vergessen hat und nun die alten Zeiten wieder aufleben lassen möchte. Helmuth Weisensel, 51 Jahre alt, fühlt sich in seiner fränkischen Identität von keinem der beiden grossen Vereine in der Region vertreten und möchte deshalb seit einem knappen Jahr eine fränkische Nationalmannschaft gründen. Zusammen mit dem seperatistischen fränkischen Bund hat er den Fränkischen Fussball Verband gegründet und hat dann den Bayrischen Fussball Verband gefragt, ob dieser ihm nicht bei der Organisation eines Freundschaftsspiels behilflich sein könnte.

Tatsächlich hat er sich dazu bereit erklärt, aber nur unter der Prämisse, dass das Ganze unter der Federführung des Bayrischen Fussball Verbands ablaufen sollte, da dieser den Fränkischen Fussball Verband nicht anerkennen wollte. Weisensel, welcher selbst eine Trainerlizenz besitzt, war damit nicht einverstanden, da er diese Nationalmannschaft als sein Projekt ansieht und ausserdem ihr Nationaltrainer werden möchte.

Das Veto des bayrischen Fussball Verbands hat Weisensels ehrgeizige Pläne zwar etwas verlangsamt, aber nicht gebremst. Da er keine aktiven Fussballer rekrutieren kann, weil diese alle Mitglieder beim Bayrischen Fussball Verband sind, fragte er einfach ehemalige Profispieler aus dieser Region. Bis jetzt haben sich acht Spieler bereiterklärt für das fränkische Nationalteam aufzulaufen. Von diesen Spielern dürfte Martin Schneider, der 379 mal in der Bundesliga gespielt hat, der Prominenteste sein. Trotz seiner 45 Jahre war er sofort an dem Projekt interessiert, wohingegen ein anderer potentieller Spieler seine Zusage zurücknehmen musste, da er aktuell Trainer bei einem deutschen Viertligisten ist und er im Fall einer Beteiligung an der fränkischen Nationalmannschaft seine Trainerlizenz verlieren könnte .

All diese Hindernisse scheinen den Initiator noch mehr zu motivieren, da er für den 29. Mai in Schweinfurt schon das erste Freundschaftsspiel organisiert hat. Ihr erster Gegner wird Tamil Eelam sein, eine Region auf der Insel Sri Lankas und Heimat der Tamilen.

Jetzt müssen sie nur noch die restlichen Spieler finden um ihre Mannschaft zu komplettieren.

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