Zusammenfassung des 24. Bundesligaspieltags

Thomas Muller, Germany National Football Team

Bayern scheint auf das Spiel gegen Arsenal gut vorbereitet zu sein.

Bayern hat mit einem 6-1 Auswärtssieg in Wolfsburg wieder mal seine aussergewöhnliche Sonderstellung in der Bundesliga unter Beweis gestellt. Die ersten 60 Minuten lang spielte Wolfsburg ein sehr agressives Pressing und schaffte es das Spiel mit einem 1-1 Zwischenstand bis dahin offenzuhalten. In den folgenden 20 Minuten haben sie allerdings fünf Tore kassiert. Müller und Mandzukic erzielten jeweils zwei Tore, wohingegen die anderen beiden Treffer auf das Konto von Shaqiri und Ribery gingen. Bayern hat in den letzten vier Bundesligapartien 19 Tore erzielt und scheint damit für das kommende Champions League Spiel gegen Arsenal gut gerüstet zu sein.

Der zweithöchste Sieg dieses Spieltags war Schalkes 4-0 gegen Hoffenheim mit einem gut aufgelegten Huntelaar als dreifachem Torschützen. Auch Draxler, an dem nachwievor Arsenal interessiert sein soll, hatte einen sehr guten Tag und war für zwei Torvorlagen verantwortlich. Hoffenheim hat dagegen einmal mehr sein Dr.-Hyde-Gesicht gezeigt, nachdem sie in der Vorwoche noch 6-2 gegen Wolfsburg gewonnen hatten.

Dortmund kam zu einem unspektakulären 1-0 Sieg in Freiburg, dank eines sehr sehenswerten 25-Meter-Hebers von Sebastian Kehl. Man merkte dem Bundesligazweiten sehr deutlich das verletzungsbedingte Fehlen von Lewandowski an.

Die Fairplaygeste dieses Spieltags geht an Aaron Hunt. Im Spiel zwischen seinen Bremern and Nürnberg entschied der Schiedsrichter nach einem Zweikampf zwischen Hunt und einem Nürnberger in dessen Strafraum zuerst auf Elfmeter. Hunt selbst ging darauf hin zum Schiedsrichter und teilte ihm mit, dass es kein Foul war, woraufhin der Schiedsrichter seine ursprüngliche Entscheidung dann widerrief. Hunt hat für diese Aktion viel Beifall geerntet, unabhängig davon, dass sein Team zu diesem Zeitpunkt bereits 2-0 vorne lag. Das war dann auch der Endstand, so dass Hunts Verhalten sowieso keine Auswirkung auf den Spielverlauf hatte.

Am Tabellenende kam Frankfurt zu einem wichtigen 1-1 Unentschieden in Hamburg und kann langsam schon mit den Planungen für eine weitere Bundesligasaison beginnen. Zu dieser werden sie allerdings einen neuen Trainer brauchen, da der aktuelle Übungsleiter Veh unter der Woche angekuendigt hat, dass er Frankfurt aufgrund der fehlenden sportlichen Perspektiven am Saisonende verlassen wird. Er ist nun als neuer Trainer auf Schalke im Gespräch, da der dortige Manager Horst Heldt mit Veh bereits in Stuttgart sehr erfolgreich zusammen gearbeitet hat und die beiden gemeinsam mit dem VfB 2007 die Meisterschaft gewannen.

Stuttgart selbst hat nach einem enttäuschenden 2-2 zu Hause gegen den Tabellenletzten aus Braunschweig seinen Trainer Schneider entlassen und umgehend Huub Stevens als neuen Verantwortlichen an der Seitenlinie präsentiert. Die Schwaben haben jetzt 20 Punkte und sind nur aufgrund der besseren Tordifferenz einen Platz vor Hamburg, bei dem der englische Spieler Michael Mancienne gestern in der Startelf stand und dabei einen ordentlichen Eindruck machte. Einen Punkt dahinter kommt mit 19 Zählern Freiburg und Braunschweig bleibt mit 17 Punkten am Tabellenende.

An der Tabellenspitze konnte Bayern seinen 20-Punkte-Vorsprung auf Dortmund verteidigen. Die Schwarzgelben dagegen liegen jetzt vier Zähler vor den punktgleichen Mannschaften aus Leverkusen und Schalke. Der Abstand zwischen Schalke auf dem Champions League Qualifikationsplatzes und Wolsburg als Fünftem beträgt bereits fünf Punkte. Die grösste Überraschung der bisherigen Saison Augsburg, welches den drittniedrigsten Etat aller Erstligisten hat, liegt auf Rang 6 und wäre damit nächste Saison in der Europa League spielberechtigt.

image: © Steindy

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