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Bundesliga

Ehemaliger Bayernstar verrät wie Arsenal Bayern schlagen könnte

Arsenal V Bayern

“Man darf keine Angst haben” sagt Thomas Strunz.

Die letzten Bundesligagegner haben gezeigt wie man es nicht tun sollte. Schalkes Trainer Keller sagte vor dem Spiel gegen Bayern, dass sie beim DFB einen Antrag gestellt haben um ihren Teambus vors eigene Tor stellen zu dürfen und Frankfurts Trainer hat zwei seiner besten Spieler gegen die Bayern draussengelassen, weil er Angst hatte, dass sie die fünfte gelbe Karte sehen könnten und dann im für ihn wichtigeren Spiel gegen Braunschweig eine Woche später gesperrt gewesen wären. Die Ergebnisse beider Spiele sind wohl bekannt: Frankfurt verlor 0-5 und Schalke 1-5.

Thomas Strunz, der von 1989-1992 und dann wieder von 1995-2000 bei Bayern gespielt hat, verriet auf Sport1 dass es genaue diese devote Haltung ist, die einem Team keine Chance gegen die Bayern lässt. Wenn man gegen die Bayern gewinnen möchte, muss man eine andere Einstellung zeigen. “Mut ist eine der wichtigsten Voraussetzungen”, erklärte der ehemalige Mittelfeldspieler.

Ausserdem verriet er welche Taktik gegen den aktuellen Tabellenführer der Bundesliga am erfolgsversprechendsten ist. "Man muss versuchen, das Aufbauspiel der Bayern nicht erst im Mittelfeld zu unterbinden, sondern schon aus der Verteidigung heraus." Sobald der Ball erstmal bei den spielstarken Mittelfeldspielern ist, wird es sehr schwierig ihn wieder zurückzuerobern.

Wahrscheinlich muss Arsenals Trainer Wenger vor dem Match gegen Bayern trotzdem nicht mit Thomas Strunz telefonieren, da Arsenal in den ersten 15 Minuten des Hinspiels genau so gespielt hat. Falls sie diese taktische Marschrichtung dismal länger durchalten und ihnen zusätzlich ein frühes Tor gelingt, dann ist alles möglich.

Bayerns Manager Sammer hat auf all die Dominanzdebatten ueber die Bayern reagiert, indem er den anderen Bundesligateams mangelnde Konstanz vorgeworfen hat. Als Dortmunds Trainer Klopp dies hörte, zeigte er einmal mehr, warum er als einer der unterhaltsamsten Trainer der Bundesliga gelten darf. Auf der letzten Pressekonferenz in Dortmund antwortete er auf Sammers Kritik in der folgenden Weise: "Ich finde es ganz wichtig im Leben, dass man das Glück, das man hat, auch erkennt. Ich an Matthias Sammers Stelle würde jeden Morgen, bevor ich das Bayern-Trainingsgelände betrete, Gott danken, dass irgendjemand auf die Idee gekommen ist, mich dazuzunehmen. … Aber wir nehmen Anregungen gerne an und ab jetzt trainieren wir richtig, mal gucken, wie sich dass auswirkt.”

Vielleicht hat er gar nicht so unrecht damit, dass die Bayern sich auf ihre eigene Leistung konzentrieren sollten anstatt zu kommentieren was bei anderen Mannschaften passiert. Bis jetzt haben sie es einigermassen hinbekommen trotz ihrer beeindruckenden Erfolge nicht zu arrogant zu wirken, aber sie sind nur einen kleinen Schritt davon entfernt. Aber andererseits, was sollen sie denn über dieses bereits beschriebene devote Verhalten anderer Bundesligatrainer denken? Ist es wirklich möglich diese Gegner und die Spiele gegen sie ernstzunehmen, wenn man solche Aussagen wie die von Schalkes Keller hört?

Gottseidank wartet am Dienstag ein echter Gegner auf sie und Wenger hat auf jeden Fall genug Erfahrung um zu wissen wie man gegen die Bayern spielen muss, ohne den eigenen Mannschaftsbus einzusetzen.

image: © wonker

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