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England und Deutschland haben 2009 das U21 EM-Finale bestritten. Was ist aus den einstigen Stars geworden?

Sami Khedira

Zwei Spieler von Arsenal und Manchester City sind die Einzigen, die man jetzt in Englands A-Nationalteam erwarten würde.

Am 29. Juni 2009 waren die Finalisten der U21 Europameisterschaft weder Spanien noch Holland. Stattdessen trafen sich dort England und Deutschland.

Beide Länder hatten viele talentierte Spieler und deshalb eine rosige Zukunft für ihre Nationalmannschaften. Fast fünf Jahre spaeter lohnt es sich einen Blick auf die Entwicklung der Spieler zu werfen. Haben sie tatsächlich ihre Erwartungen erfüllt und wie viele von ihnen wird man diesen Sommer bei der Weltmeisterschaft sehen?

Zuerst erinnern wir uns an die Austellungen von damals zurück.

Englands Team bestand aus Scott Loach (spielte damals für Watford und jetzt für Ipswich Town), Martin Cranie (Portsmouth damals und jetzt Barnsley), Nedum Onuoha (Manchester City damals und jetzt Queens Park Rangers), Micah Richards (Manchester City damals und Manchester City jetzt), Lee Cattermole (Wigan Athletic damals und jetzt Sunderland ), James Milner (Aston Villa damals und jetzt Manchester City), Mark Noble (West Ham United damals und West Ham United jetzt), Adam Johnson (Middlesbrough damals und jetzt Sunderland), Fabrice Muamba (Bolton damals und jetzt Sportinvalide), Kieran Gibbs (Arsenal damals und Arsenal jetzt) and Theo Walcott (Arsenal damals und Arsenal jetzt).

Zu Deutschlands Aufstellung gehörten Manuel Neuer (Schalke damals und jetzt Bayern Muenchen), Andreas Beck (Hoffenheim damals und Hoffenheim jetzt), Sebastian Boenisch (Werder Bremen damals und jetzt Bayer Leverkusen), Benedikt Höwedes (Schalke damals und Schalke jetzt), Jérôme Boateng (Hamburg damals und jetzt Bayern Muenchen), Mats Hummels (Borussia Dortmund damals und Borussia Dortmund jetzt), Sami Khedira (VFB Stuttgart damals und jetzt Real Madrid), Mesut Özil (Werder Bremen damals und jetzt Arsenal), Fabian Johnson (1860 Muenchen damals und jetzt Hoffenheim), Gonzalo Castro (Bayer Leverkusen damals und Bayer Leverkusen jetzt) and Sandro Wagner (MSV Duisburg damals und jetzt Hertha BSC Berlin).

Sieben Spieler aus der damaligen englischen Startelf spielen jetzt in der Premier League, wobei alle 11 deutschen Spieler regelmässig bei Erstligisten aus Deutschland, Spanien und England zum Einsatz kommen. Aus der englischen Mannschaft (inklusive des verletzten Walcotts) wären wahrscheinlich nur zwei Spieler bei der diesjährigen Weltmeisterschaft dabei, wohingegen Deutschland immerhin sechs der damaligen Europameister (inklusive des verletzten Khediras) nach Brasilien schicken würde.

Die Qualifikation für das Turnier damals war alles andere als einfach, da die eigentliche Endrunde nur mit acht Mannschaften ausgetragen wurde. Während des Turniers haben die Engländer Spanien mit 2-0 besiegt und sogar ein Elfmeterschiessen im Halbfinale gegen Schweden für sich entscheiden können.

Offensichtlich hatte das Team von damals Potential, aber warum ist dann James Millner wahrscheinlich der Einzige von damals, den wir bei der WM sehen werden? Warum wurden die anderen Spieler nicht als Basis für die Nationalmannschaft genommen, natürlich gemeinsam mit älteren Topspielern aus der Premier League?

Es drängt sich einem der Eindruck auf, dass diese talentierten Spieler zu einer weiteren verlorenen Generation des englischen Nationalteams wurden. Natürlich ist es aufgrund der ganzen internationalen Topstars in der Premier League schwieriger für die jungen englischen Spieler ausreichend Einsatzzeit zu bekommen, aber warum suchen sie diese dann nicht in einer anderen Liga im Ausland? Was hätte der englische Fussballverband tun können, um diese jungen Spieler von damals in ihrer Entwicklung zu unterstützen?

Vielleicht würde ja ein bisschen Selbstreflexion nicht schaden, um zu verstehen warum aus der englischen U21-Nationalmannschaft keine Topspieler hervorgegangen sind. Diese Erkenntnisse könnten dann auch dabei hilfreich sein in derZukunft ähnliche Fehler zu vermeiden. Die leidenschaftlichen Anhänger hätten es auf jeden Fall verdient.

image: © Jan S0L0

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