Mehr als 50 Dortmunder Fans von russischen Hooligans verletzt

Beim Champions League Auswärtsspiel von Borussia Dortmund bei Zenit St. Petersburg wurden am letzten Dienstag mehr als 50 mitgereiste BVB-Anhänger verletzt.

Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung gingen die russichen Hooligans dabei sehr gezielt vor und hatten sogar Spähtrupps um deutsche Fangruppen ohne Polizeibegleitung ausfindig zu machen.

Manchmal wurden die Fussballanhänger auf russisch angesprochen und wenn sie dann nicht antworten konnten, reichte das bereits als Grund für Schäge gegen diese aus.

Es bleibt zu hoffen, dass es beim Rückspiel in drei Wochen in Dortmund nicht zu Vergeltungstaten seitens deutscher Hooligans kommt. Ebenso sollte man nicht alle russischen Fussballfans pauschal als rassistisch bezeichnen oder einen Ausschluss von Petersburg aus europäischen Fussballwettbewerben fordern, wie es zum Teil auf Onlinediskussionsforen zu lesen war.

Stattdessen sollte die Zeit bis zur Weltmeisterschaft in Russland in vier Jahren dazu genutzt werden, um eine internationale Aufmerksamkeit und öffentliche Sensibilisierung für dieses Thema zu erreichen und dadurch den Druck auf die russischen Behoerden zu erhöhen, damit diese besser und nachhaltiger gegen solche Missstände vorgehen.

Hilfreich wäre es dabei wenn die UEFA und die FIFA zusätzlichen Druck auf den kommenden WM-Gastgeber ausüben, damit die internationalen WM-Touristen in vier Jahren keine Angst vor gewaltsamen Übergriffen zu befürchten haben. Allerdings haben sich beide Fussballverbände zuletzt nicht unbedingt dadurch ausgezeichnet soziale Belange über ökonomische Interessen zu stellen. Umso wichtiger ist deshalb, dass dieses Problem in den Medien präsent bleibt solange es existiert.

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