Warum die NFL Verletzungen nicht stoppen kann? Der Jugendsport zeigt es.

NFL Browns Stadium

Auf brutalste Weise zeigt die neue TV-Sendung Friday Night Tykes wie 8- und 9-jährige American Football lernen. Kein Wunder, dass es so viele unnötige Verletzungen in der NFL gibt.

„Ihr habt heute die Möglichkeit ihnen den Kopf abzureißen und sie bluten zu lassen.“ Kein Satz, der von einem Jugendtrainer kommen sollte. Doch wie der Trailer zu der neuen amerikanischen TV-Sendung Friday Night Tykes zeigt, entspricht das wohl der Realität.

Die Show, die in den USA zur Zeit kontrovers diskutiert wird, präsentiert auf welche erbarmungslose Weise 8- und 9-jährige American Football lernen. Trainer und Eltern treiben ihre Kinder an und selten gibt es Widerspruch.

Bilder, die den Verantwortlichen der NFL sicher nicht gefallen werden. Die amerikanische Football-Liga versucht zur Zeit mit Aufklärung im Jugendbereich und verschärften Regeln bei den Profis das Verletzungsrisiko einzudämmen.

Viele ehemalige Spieler haben die Liga bereits verklagt, weil sie an den Folgen von Kopf- und Nackenverletzungen leiden und nicht von ihren ehemaligen Arbeitgebern aufgeklärt wurden. Deswegen versucht Roger Goodell, der Chef der NFL, das Verletzungsrisiko des Sports zu minimieren.

Verletzung schaden dem Image der NFL, wird sich Goodell denken. Besonders nachdem Spieler der New Orleans Saints, des Super Bowl Siegers von vor vier Jahren, bewiesenermaßen versucht haben gegnerische Spieler zu verletzen.

Friday Night Tykes scheint da genau die Gegenbewegung zu sein.

Sicherlich kann der Zuschauer davon ausgehen, wie bei fast jeder Fernsehsendung, dass Situationen dramatisiert werden und vielleicht nur einen stark verkürzten Ausschnitt der Wirklichkeit wiedergeben. Trotzdem, auch dieser stark verkürzten Ausschnitt, zeigt genug Abstoßendes.

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image: © daniel erik drost