Mannings Omaha-Hype: Was soll das und warum jetzt?

Denver Broncos

Warum stürzen sich die Medien nun auf „Omaha“ und was bedeutet „Omaha“?

Am Wochenende schrie Peyton Manning 44-mal „Omaha“.

Es war nicht das erste Mal für den Quarterback der Denver Broncos und Peyton Manning ist auch nicht der einzige, der seinen Teamkameraden „Omaha“ zubrüllt. Peytons Bruder Eli Manning, Werfer der New York Giants, hat schon 2009 den Namen der größten Stadt im US-Bundestaat Nebraska gerufen. Und auch Tom Brady, Peyton Mannings nächster Gegner auf dem Weg zum Super Bowl, hat schon „Omaha“ in einem Football-Spiel gerufen.

Warum stürzen sich die Medien nun auf diesen Zuruf?

Zu erst einmal rief Peyton Manning 44-mal „Omaha“. Es gibt sicher keinen Statistik dazu, aber 44-mal ist auffällig viel.

Und im Divisional-Playoff-Spiel zwischen den San Diego Chargers und den Denver Broncos hatte „Omaha“ eine große Bedeutung, weil Manning mit seinem „Omaha“-Call, die Chargers dazu brachte mehrmals einen Fehlstart zu begehen. Ein Fehlstart wird mit 5-Yards bestraft und führt nicht selten zu neuen „first down“. So was kann ein Spiel mitentscheiden. Hat es auch am Wochenende.

Obwohl der Omaha-Hype ungerechtfertigt viel Zuspruch zur Zeit bekommt, ist folgende Frage dennoch interessant: Was bedeutet „Omaha“ ?

Nach extensiver Recherche, Ernüchterung: „Omaha“ kann alles bedeuten.

New York Giants Legende Michael Strahan sagte gestern im Interview mit David Letterman, dass „Omaha“ ein Codewort ist, um den angekündigten Spielzug zu ändern.

Kurt Warner, der zuletzt für die Arizona Cardinals spielte, wo er ebenfalls „Omaha“ verwendete, wurde da schon etwas genauer und präsentierte eine andere Erklärung als Strahan. In einem Interview verriet er, dass damit der sogenannte „snap count“ verändert wird, also das Startkommando, dass der Quarterback seinem Team gibt, wann der Spielzug beginnt.

„Es hat uns erlaubt,“ so Warner, „von einem bestimmten ‚snap count‘ zu einem anderen zu wechseln, je nachdem wie viel Zeit wir noch hatten[…]. Und ich bin mir sicher, das Peyton Manning das genauso verwendet hat.“

„Das tolle an Peyton jedoch ist, dass er Pseudovariablen nutzt.“

Manning ist der Meister im Verwirrspiel. San Diego hat letztes Wochenende zum dritten Mal gegen Denver gespielt. Spieler und Trainer waren sich bestimmt sicher, was „Omaha“ bedeutet. Das hat Manning geahnt und hat dem „Omaha“-Begriff eine andere Bedeutung gegeben und Pseudovariablen genutzt, deswegen wurden die Chargers wegen so vieler Fehlstarts bestraft. Und auch deswegen haben die Broncos das Spiel gewonnen.

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