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Bundesliga

400 Tore. Ist Ronaldo damit vor Ribery im Ballon d’Or-Rennen?

Ronaldo 7 United

Das 400ste Tor im Pflichtspiel ist wahrlich ein Meilenstein. Doch macht es Cristiano Ronaldo damit zum Favoriten im Ballon d’Or-Rennen?

Am Montag, den 13. Januar wird der FIFA Ballon d’Or verliehen. Die Auszeichnung der FIFA für den Weltfußballer des Jahres wurde 2010 mit dem Ballon d’Or, der renommierten, französischen Zeitschrift France Football, verschmolzen.

Wie fast alles bei der FIFA, so wird auch die Preisverleihung ein Politikum werden. Die Nominierung und das Feilschen vorab haben das bereits angedeutet.

FIFA-Präsident Joseph Blatter, der schon wegen zahlreicher Kontroversen in der Kritik stand, verärgerte zuerst Cristiano Ronaldo. Der Stürmer von Real Madrid drohte daraufhin mit seinem Fernbleiben zur Preisverleihung, um nach einer Entschuldigung Blatters dann sein Kommen zuzusichern.

Weitere Meldungen machen den Ballon d’Or fast schon zu einer Farce.

Blatter verlängerte die Stimmabgabe Ende letzten Jahres um zwei Wochen, um die Rückspielen der WM-Playoffs mit einzubeziehen. Ronaldo spielte im 3:2 Sieg der Portugiesen über Schweden keine unbedeutende Rolle. Er schoss drei Tore.

Nun berichtet die Bild-Zeitung: „Der französische Journalist Pascal Praud hatte bereits vor einigen Tagen getwittert, dass Ronaldo die Wahl zum Weltfußballer gewonnen hat. Praud: ‚Wenn meine Informationen stimmen, wird Cristiano Ronaldo den Ballon d'Or gewinnen.‘“

Um sportliche Leistungen scheint es nicht mehr zu gehen. Mit über 23 Millionen Followern bei Twitter, einen Modelabel und einem eigenen Museum verfügt Ronaldo über mehr Anziehungskraft als Ribery. Vielleicht ein wichtiges wirtschaftliches Argument für die FIFA, wenn nicht sogar das wichtigste.

Dabei liefert Cristiano Ronaldo auch sportliche Argumente: Beim gestrigen Spiel gegen Celta Vigo schoss der Stürmer von Real Madrid zwei Tore und hat damit nun 400 Pflichtspieltreffer auf seinem Konto. Im Durchschnitt erzielt er für Real Madrid 1,28 Treffer pro Spiel – ein Meilenstein für den 28-jährigen.

Franck Ribery hat nicht so viele Tore geschossen wie sein Konkurrent, 17 in der letzten Saison und 10 in dieser, dennoch hat Franzose ebenso viele Vorzüge. Er war nicht selten spielentscheidend für den FC Bayern München und führte seinen Verein zum Triple-Sieg. Etwas was Ronaldo letzte Saison nicht vermochte.

Es bleibt abzuwarten wie die FIFA und die Stimmberechtigten entscheiden. Die sportliche Leistung spricht für beide. Hier müssten eigentlich nur Nuancen entscheiden. Doch Cristino Ronaldo als Sieger biete mit seiner weltweiten Fangemeinde der FIFA sicher mehr als Ribery.

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image: © Gordon Flood

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