„Zu langsam“ bei Arsenal. Ex-Hertha-Spieler vor der Rückkehr?

Emirates Stadium

Das deutsche Talent überzeugte einst Arsenal Trainer Arsene Wenger, fühlt sich aber nun nicht mehr gut aufgehoben in London. Steht eine Rückkehr bevor?

Vor zweieinhalb Jahren unterschrieb Leander Siemann bei Arsenal. Kritiker warnten vor dem Transfer, denn der damals 15-jährige hatte noch nicht einmal ein Stammplatz in der Jugendmannschaft von Hertha BSC.

Doch Arsene Wenger, Trainer von Arsenal, sah wohl was in dem jungen Deutschen steckte. Bei dem Bewerbungsverfahren erzielte Siemann eine Schussgeschwindigkeit von 116 km/h mit dem rechten Fuß und 108 km/h mit dem linken. Eine erstaunliche Leistung.

Siemann konnte sich gegen andere Bewerber durchsetzten, überzeugte Wenger und sprach damals enthusiastisch von dem Wechsel: „Das ist eine Riesenchance für mich.“

Knapp zwei Jahre später unterschrieb Siemann seinen ersten Profi-Vertrag beim Londoner Verein. Die Zeichen standen auf Erfolg. Doch nun schein sein Fazit anders auszufallen.

In einem Artikel der Berliner Morgenpost sagte Leander Siemann: „Es geht mir gerade etwas zu langsam,“ so der Ex-Hertha-Spieler. „[…] die Premier League für mich noch ziemlich weit entfernt“.

Und wenig scheint sich daran zu ändern. Nur wenn die Stammelf durch Verletzungen dezimiert wird, bekommen junge Spieler wie Serge Gnabry oder Thomas Eisfeld die Möglichkeit sich in der Premier League zu beweisen. Das Niveau ist sonst einfach zu hoch.

Der Wechsel nach London war fußballerisch „das Richtige, denn ich habe mich enorm weiterentwickelt,“ gesteht Siemann zwar ein, doch der Ton bleibt kritisch: „Wenn man so will, habe ich zwei Jahre meiner Kindheit für meinen Traum vom Profifußball geopfert. Ich hoffe, dass es sich irgendwann auszahlen wird.“

Ein Ausweg kann eine Rückkehr nach Deutschland sein. Siemanns Vertrag würde im Sommer auslaufen und Berichten zu Folge gibt es bisher keine Gespräche über ein Vertragsverlängerung bei Arsenal.

„Es gab bereits Anfragen aus der ersten und zweiten Liga in Deutschland.“

Aus sportlicher Sicht wäre eine Wechsel in die Bundesliga sinnvoll, wenn Arsene Wenger Siemann keine weiteren Chancen gibt. Doch auch der Erstplatzierte der Premier League sollte sich genau überlegen, ob das junge, deutsche Talent einfach davonziehen sollte.

Einen potentiellen Weltklassespieler abzugeben wäre ärgerlich.

Noch ist Siemann kein Weltklassespieler, aber Wenger sollte den 18-jährigen lieber eine Chance in der Premier League geben, als ihn voreilig zu verkaufen. Wer weiß vielleicht entwickelt sich der Berliner ebenso gut wie Serge Gnabry.

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image: © wonker

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