Rodgers verletzt. Bears gewinnen 27:20 in Green Bay

Green Bay Packers

Rodgers verletzte sich an der Schulter und selbst Cheftrainer McCarthy wusste keine Antwort: „Kein Zeitplan, keine genaue Diagnose,” sagte er.

Gerade mal etwas mehr als zwei Minuten gespielt, da wurde der ehemalige NFL MVP Aaron Rodgers vom Defensive-End Shea McClellin auf den Boden geschmettert. Das Spiel änderte sich schlagartig.

Aaron Rodgers musste das Feld mit einer Verletzung an der Schulter verlassen. In der Mitte des dritten Viertels kam Rodgers aus den Katakomben zurück. Keine Bandage, keine Verband zierte seinen Körper. Er winkte den Fans mit sichtlicher Verärgerung. Was bedeutete der Daumen? Wollte er damit andeuten, dass es ihm gut geht? Spielt er am Sonntag gegen die Philadelphia Eagles?

Selbst Cheftrainer Mike McCarthy hatte keine Antwort: „Kein Zeitplan, keine genaue Diagnose,” sagte er. „Das ist, wo wir sind.“

Doch die Green Bay Packers warfen überraschenderweise nicht das Handtuch, nachdem ihr bester Spieler das Feld verließ. Die Runningbacks übernahmen die Führung mit zwei besonders starken Läufen: James Starks mit einem 32-Yard Touchdownlauf und Eddie Lacy mit seinem 56-Yard Lauf.

Der Ersatz-QB der Packers und zehnjährige Veteran Seneca Wallace vertrat Aaron Rodgers machte aber keine gute Figur.

Die Washington Post schrieb: “[...] Es gibt Verletzungen und dann gibt es Verletzungen und ein verletzter Aaron Rodgers, das ist Green Bays ultimativer Albtraum. Der NFL MVP von 2011 fast so strapazierfähig wie Vorgänger Brett Favre. Seit dem 19. Dezember 2010 hat Rodgers nicht ein Spiel aufgrund einer Verletzung verpasst. Der Ersatz-Quarterback ist die anonymste Person in Green Bay.“

„Aaron ist ein großer Teil unserer Offensive“, sagte McCarthy. „Ich glaube nicht, dass es realistisch ist, jemanden dort einzusetzen und zu denken, dass er alles versteht und die Offensive führt wie er [Rodgers] es getan hat.“

Auf der anderen Seite stand Ersatz-QB und elfjähriger Veteran Josh McCown. Er machte seine Sache sehr gut. 22 Pässe von 41 fanden ihr Ziel, 272 Yards insgesamt mit zwei TDs und keiner Interception. Einige Würfe von McCown waren sehr genau trafen genau den Receiver.

Ein Spielzug, der den Unterschied machte, war ein 23-Yard Touchdown Pass von Josh McCown für Brandon Marshall. Die Green Bay Verteidiger hatten McCown schon fast zu Boden gebracht, er konnte sich für einen Moment lösen und schnippte, als hätte er nie etwas anderes gemacht, den Ball für sechs Punkte in die Endzone und wurde dann unter den Packers begraben.

Mit dem Sieg haben die Bears nun eine 5-2 Bilanz und gehen motiviert in das nächste Derby gegen die Detroit Lions am Sonntag.

image: © Joe Bielawa