Čech: Primitive Trainingsmethoden sind Schuld an der englischen Torwartmisere

Petr Cech

Der tschechische Nationalspieler und Torwart vom FC Chelsea Petr Čech kritisiert die englischen Trainingsmethoden.

Wenn es um Methoden des Torwarttrainings geht, dann liegt England weit abgeschlagen hinter anderen Nationen. Der Pioniergeist der anderen ist bis jetzt noch nicht auf der Insel angekommen.

Der Meinung ist Petr Čech, tschechischer Nationaltorhüter und seit fast zehn Jahren beim englischen FC Chelsea unter Vertrag. Wenn sich in England ein Torhütter einmal als bester seiner Klasse durchsetzt, dann kann er seinen Status wohl für immer behalten – Leistung spielt keine Rolle.

„Ich höre immer Leute fragen, warum englische Torhütter nicht mehr Chancen bekommen und warum es so viele ausländische Torwarte in der Premier League gibt. Aber das sind nicht die richtigen Fragen,“ behauptet der 31-Jährige, der eine Schlüsselfigur für den Erfolg Chelseas ist.

In einem Interview mit dem Magazin Sport erzählt Čech: „Die Frage ist, was tun ausländische Torhütter besser, das sie den englischen Keepern vorgezogen werden. Ich denke, dass Problem ist definitiv, wie sie hier erzogen werden. Ich denke in England ist es so, du kickst den Ball auf den Torhütter und so lange er ihn fängt ist alles okay. Keiner kümmert sich wirklich wie er ihn fängt.“

„Überall wo ich war, ob in Frankreich oder in Tschechien, werden dir verschiedene Wege gezeigt, wie du den Ball besser fängst, Techniken, die dir helfen dich schneller zu bewegen, Wege, wie du deine allgemeine Koordination verbesserst. Aber hier in England ist das System meiner Meinung nach, auf den Keeper schießen und darauf zu hoffen, dass er lernt zu fangen.“

„So sollte es nicht gelehrt werden, aber es ergibt sich aus der Entwicklung der Nationalmannschaft. Gordon Banks spielte ich weiß nicht wie lang … Peter Shilton 20 Jahre lang, David Seaman für viele Jahre und nun Joe Hart. Im Grunde hast du einen Torhütter und kümmerst dich nicht um den Rest.“

Seit dem Petr Čech 2004 vom französischem Erstligisten Stade Rennes für 8.3 Millionen Euro ans Stamford Bridge Stadion wechselte hat er sich als einer der besten Torhüter seiner Generation etabliert. Er hat die Champions League gewonnen, die Europa League und dreimal die Premier League Meisterschaft.

image: © Ben Sutherland

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